Ausflüge und Aktivitäten rund um Kalkan und Kaş
Weiße Gassen, lykische Ruinen, eine Schlucht zum Durchwaten und eine versunkene Stadt: die schönsten Ausflüge rund um Kalkan und Kaş.
An der Lykischen Küste im Südwesten der Türkei drängt sich zwischen Kalkan und Kaş erstaunlich viel auf kleinem Raum: antike Städte Lykiens, eine der tiefsten Schluchten des Landes, eine versunkene Stadt, die man vom Boot aus betrachtet, und Bergdörfer mit spürbar kühlerer Luft. Wer hier seinen Urlaub in einer Ferienvilla verbringt, dem gehen die Ausflugsziele so schnell nicht aus.
Dieser Guide versammelt die lohnendsten Ziele — von Kalkans Bougainvillea-Gassen bis zur Hochebene über der Bucht.
Kalkans Altstadt: Gassen, Bougainvillea und Dachterrassen
Kalkans Altstadt fällt in weiß getünchten Terrassen zum kleinen Hafen ab; Bougainvillea wuchert über Türen und Balkone, in den schmalen Gassen reihen sich kleine Läden und Galerien aneinander. Am schönsten lässt man sich einfach treiben — von oben durch die Gassen hinunter ans Wasser.
Abends zeigt der Ort seine berühmteste Seite: die Dachterrassen-Restaurants. Ein Abendessen über den Dächern, während die Sonne über der Bucht versinkt, gehört zu den prägenden Erlebnissen dieser Küste.
Antikes Lykien: Patara, Xanthos, Letoon und Tlos
Diese Küste war das Herz des antiken Lykien, und drei bedeutende Stätten liegen in bequemer Reichweite. Patara, einst führende Hafenstadt Lykiens, verbindet ein ausgedehntes Ruinenfeld — darunter das restaurierte Versammlungsgebäude des Lykischen Bundes und ein Theater — mit einem der längsten Sandstrände der Türkei direkt nebenan.
Xanthos, die alte Hauptstadt Lykiens, und das nahe Heiligtum Letoon gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe; beide lassen sich gut an einem halben Tag besuchen. Wer mehr sehen möchte, kombiniert Tlos — Felsgräber und ein burggekrönter Akropolishügel, spektakulär vor den Bergen gelegen — mit einem Abstecher zur Saklıkent-Schlucht.
Saklıkent-Schlucht: Waten im eiskalten Wasser
Die Saklıkent-Schlucht ist eine der tiefsten der Türkei: ein schmaler Spalt im Gebirge, in dem ein eiskalter, milchig-blauer Fluss zwischen hohen Felswänden hindurchströmt. Holzstege führen in den Eingang der Schlucht, und im Sommer watet man von dort flussaufwärts durch das flache Wasser — an heißen Tagen eine herrliche Abkühlung statt einer Strapaze.
Wasserschuhe leisten auf dem steinigen Flussbett gute Dienste, und alles Mitgebrachte sollte ein paar Spritzer vertragen.
Bootsausflug nach Kekova: versunkene Stadt und Simena
Eine Bootstour über die versunkenen Ruinen von Kekova zählt zu den eindrucksvollsten Tagen an dieser Küste. Erdbeben in der Antike ließen Teile einer Siedlung im Meer versinken; Treppen und Grundmauern sind im klaren, flachen Wasser entlang des Inselufers vom Boot aus gut zu erkennen — Schwimmen über den Ruinen ist nicht erlaubt.
Die meisten Touren halten außerdem unterhalb von Simena (Kaleköy), einem nur per Boot oder zu Fuß erreichbaren Dorf mit kleiner Burg und einem in den Fels geschlagenen Theater. Boote starten in Üçağız und im Hafen von Kaş, unterwegs wird in ruhigen Buchten zum Baden gestoppt.
Kaş: Tauchen, Hafenflair und ein antikes Theater
Etwa eine halbe Stunde die Küste entlang liegt Kaş, ein entspannter Ort auf dem Gebiet des antiken Antiphellos. Das kleine hellenistische Theater sitzt direkt oberhalb der Häuser mit Blick aufs Meer, und mitten in den verwinkelten Einkaufsgassen, die vom lebhaften Hafen bergauf führen, stehen lykische Sarkophage.
Kaş gilt zugleich als eines der besten Tauchreviere der Türkei. Zahlreiche Tauchbasen betreuen alle Niveaus vom Schnupperkurs bis zum erfahrenen Taucher — wer das Tauchen einmal ausprobieren möchte, ist hier an der richtigen Stelle.
İslamlar und Bezirgan: kühle Bergluft über der Küste
Wenn es an der Küste heiß wird, lohnt der Weg in die Berge. İslamlar, ein Dorf am Hang oberhalb von Kalkan, ist spürbar kühler und für seine Forellenrestaurants bekannt: Der Fisch stammt aus quellwassergespeisten Becken, dazu gibt es weite Blicke über das Tal in Richtung Patara.
Noch höher liegt die Hochebene von Bezirgan mit ihren traditionellen hölzernen Getreidespeichern; hier verläuft auch der Lykische Weg. Schon ein kurzer Abschnitt davon ergibt eine schöne Morgenwanderung, bevor die Hitze einsetzt.
Praktische Tipps für unterwegs
Ein paar praktische Hinweise erleichtern das Erkunden:
- Ein Mietwagen bietet die größte Freiheit — Ruinen, Schlucht und Dörfer liegen verstreut, und schon die Fahrten sind aussichtsreich.
- Die Mittagshitze im Hochsommer ist intensiv; antike Stätten und die Schlucht besser früh morgens oder am späten Nachmittag besuchen.
- In den Orten der Region finden Wochenmärkte statt — nach den aktuellen Markttagen fragt man am besten vor Ort.
- Für antike Stätten gehören Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk ins Gepäck.
Eine Villa in Kalkan oder Kaş als Basis
Alles in diesem Guide liegt im Tagesausflugsradius von Kalkan und Kaş — genau das macht eine Villa hier zur idealen Basis: morgens Ruinen oder Bootsdeck, nachmittags zurück an den eigenen Pool. Birvillas vermietet Villen mit privatem Pool in und um Kalkan, Kaş und İslamlar — ruhige Ausgangspunkte für alle, die diese Ecke der Türkei auf eigene Faust entdecken möchten.